Tarotkarte: Der Narr
Auf den ersten Blick sieht die Tarotkarte „Der Narr“ positiv und fröhlich aus. Doch wie in vielen Dingen des Lebens, scheint es anderes, als es ist. Auf dieser Tarotkarte sieht man einen jungen Mann, der beschwingt glücklich durch die Gegend springt. In seiner linken Hand hält er eine Blume. In der Rechten einen Stab, an dessen Ende ein Bündel mit Proviant befestigt ist. An seiner Seite sieht man einen kleinen weißen Hund, der genauso wie der junge Mann, beschwingt durch die Gegend springt. Doch wenn man sich nun den Hintergrund genauer ansieht, erkennt man, dass sich der junge Mann in großer Gefahr befindet, denn er bemerkt nicht, dass er am Ende einer Klippe steht.
Darin lässt sich auch die Zweischneidigkeit erkennen. Denn „Der Narr“ ist zum einen die fröhlichste Karte im Tarot und jeder der sie zieht ist zu beneiden. Der Narr symbolisiert das Kind in uns - der Frohsinn und die Leichtigkeit, die mancher Erwachsener schon längst verlernt hat. So ist es schön diese Fähigkeit kurzweilig wieder zu leben, doch dann ist auch die Gefahr groß dem Übermut zu verfallen. Verantwortungsgefühl und Pflichtbewusstsein werden zur Nebensächlichkeit und schon ist die kindliche Leichtigkeit keine schöne Sache mehr. Diese Tarotkarte ist also eine freudige Botschaft mit einem negativen Beigeschmack. Sie warnt vor Unvorhersehbarem!
Der Narr wird allgemein, mit Frohsinn, Leichtigkeit, guter Laune, Kindlichkeit und Übermut, gedeutet.